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2024 Newsletter

Liebe Heilpflanzen-Interessierte,

es wird wieder Zeit für meinen Newsletter, ich weiß. Viele fragten schon danach, nach dieser meiner Mischung von Persönlichem und Fachlichem. Heute habe ich Zeit dazu. Für

  • Persönlich gefärbten Rückblick ins Jahr 2023
  • Ausblick zu meinen Seminaren und Buchprojekten
  • Heilpflanzen-Infos

Wieder ein Jahr mit Krisen, mit politischen und sozialen Unruhen und Kriegen, mit weltweit zunehmenden Wetterkatastrophen und Umweltproblemen samt dem Unvermögen, adäquat darauf zu reagieren, mit – ich könnte noch Vieles aufzählen. Doch wichtiger ist mir, den Blick nach vorne zu richten und, geprägt durch den Reichtum schöner Ereignisse und voll Dankbarkeit gestärkt in die Zukunft zu gehen. Erneut geht es darum, wo und wie Menschen Kraft schöpfen und auftanken, um in ihrer Mitte zu bleiben. Was man medizinisch „selfcare“ nennt und Teil unserer Seminare ist, beispielsweise als Burnout-Prophylaxe, darauf bezieht sich auch die Aussage „Liebe den Nächsten wie dich selbst“. Physisch und psychisch gesund, kann ich mit Freude, Neugier, Energie, Lebensmut und Lebenslust Anderen beistehen. Und wie beglückt es mich zu erkennen, was wir alles von der Natur lernen können: Das Miteinander, das stärker sein im Team, Synergismen und Kooperationen, immer-wieder-aufstehen, sich wandeln und neu erfinden können und Loslassen, was nicht mehr vonnöten ist, behindert oder beengt. Resilient sein wie Pflanzen - dieses Thema des letzten Jahres wiederholt sich; es hat gar in die 6. Auflage meines Lehrbuchs Einzug gefunden, zusammen mit dem Mikrobiom und Covid-19. Doch davon später.

Ich glaube ich war noch nie so viel unterwegs wie 2023 in meinem 73. Lebensjahr. Ein pralles Leben, dicht befüllt mit Garten-Reisen, Seminaren, Schreib- und Buchgeschichten, persönlichen und kulturellen Begegnungen, FreundInnen – und Gesundheit. Wie dankbar bin ich um alles!

Anfang Mai hielt ich auf dem DreiLänderSymposium meinen letzten Kongressvortrag ab: „Pflanzen die Kraft schenken“. Ein voller Saal, am Stand alle Bücher verkauft, und Zeit für viele wertvolle intensive Gespräche. 1 Woche später mein Auftakt-Vortrag unseres neuen Vereins „Gartenwelten Dreisamtal“ https://gartenwelten-dreisamtal.de/Gesundheit aus dem Garten“. Mitte Mai in St. Ulrich-mein Seminar „Alles über Heilpflanzen“. Dort zu sein (seit 1992), fühlt sich für Dozenten wie Teilnehmer einfach nur gut an, erholsam in herrlichster Natur, Stille, bestes Bio-Essen, Raum zum Auftanken. Im Juni mit Micky (Michaela Girsch) zusammen 5 Tage in Bamberg auf dem Kongress der deutschen Gesellschaft für Phytotherapie. Neben dem fachlich hochkarätigen Input macht es mir mein Herz warm, wie Pflanzenwissen und Phytotherapieinteresse verbinden: mit vielen „Kollegen“ - damals junge Ärzte (wie Roman Huber und Matthias Rostock), heute Professoren und international bekannt - bin ich seit nun fast 30 Jahren freundschaftlich verbunden.

        

Im Juli gaben Michaela Girsch und ich unser Seminar „Heilpflanzen vor Ort“ einmal wieder in Niederrickenbach/Schweiz, „zwischen Himmel und Erde“ auf 1150 m Höhe, wo man nur mit der Seilbahn hochkommt. Übernachten im Pilgerhaus, Exkursion und Alpenflora in wahrlich himmlisch-paradiesischer Natur. 1993, vor genau 30 Jahren, war ich das erste Mal im Kräuterkloster Maria Rickenbach, beim Kräuterernten helfen. Welch herrliche Alpenwelt! Deshalb war ich im August erneut dort, um mit dem Kartausgarten unseren Jahresausflug dort zu genießen.

Von 3 Seminaren, die ich langjährig durchgeführt habe und zukünftig nicht mehr anbiete, habe ich mich 2023 schweren Herzens verabschiedet: das hektisch-nervige Anreisen mit dem Zug ist mir auf Dauer zu anstrengend (schwere Koffer, immer Verspätung, immer je 1 Tag Hin- und 1 Tag Rückreise…). Es waren bewegende Abschieds-Seminare mit rührenden Abschiedsgeschenken, mit Video, Gesängen, Bildern auf USB-Stick zum immer wieder anschauen. Ich fühle mich so beschenkt. DANKE: schöne Erinnerungen, die bleiben! Ob mit Conny Mögel bei SELA/Bern das Seminar „Pflanzen die Kraft schenken/Burnout-Prophylaxe“, oder in Österreich „Wie Pflanzen (m)ein Leben begleiten“ in Tirol bei Evelyn Deutsch/Aromapflege oder bei Ines Sturm, Innsbruck. Schnief. Aber: ich kann nur oberglücklich zurückblicken. Auch wenn alle meinten, Ursel, du kannst doch nicht aufhören, du bist sowas von fit, geistig on top, beweglich, neugierig, freudig – genau so möchte ich in Erinnerung bleiben...  Und weiter geht’s bei mir ja, einfach in kleineren Kreisen.

         

Am 16.10. die jährliche SMGP-Tagung (Schweizer medizinische Gesellschaft für Phytotherapie), diesmal mit dem spannenden Thema: „Phytotherapie für Mensch, Tier und Umwelt – zeitlos und nachhaltig“, um die Phytotherapie in einem globaleren und gesamtgesellschaftlichen Kontext zu beleuchten: hochinteressant! 1993, also vor 30 Jahren, hatte ich bei der SMGP meine 3jährige Phytotherapieausbildung begonnen, und Viele von damals treffe ich jährlich auf dieser Tagung. Da geht es neben dem fachlichen auch um den persönlichen Austausch und um Erinnerungen: gelingendes Altern ist erfahrungsreich und richtig schön, vor allem wenn man-frau gesundbleibt - und es vereint uns.

Immer wieder treffen sich Michaela Girsch, Andrea Tellmann und ich zu vertiefenden Gesprächen, mit Kochen, Essen und ratschen, bis tief in die Nacht. Diese Beisammensein vertiefen unsere Freundschaft und gehen weit über die Pflanzenkenntnisse und fachlichen Input hinaus.

Buchprojekte und Seminare

Nach wie vor schreibe ich, viel und gerne: der DuMont-Heilpflanzenkalender erscheint im 19. Jahr, Artikel für den Naturarzt seit ebenso bald 20 Jahren, und dann die Bücher:

Lehrbuch Heilpflanzenkunde - Ursel Bühring Grundlagen - Anwendung - Therapie

Auflage: 6. Auflage 2024, Erscheinungstermin: 21.02.2024

Seitenanzahl: 1076 S., 209 Abb., gebunden (FH), ISBN: 9783132455382

Phytotherapie verstehen und sicher anwenden

Dass sich die 5. Auflage meines Lehrbuchs so schnell, innerhalb von 3 Jahren, verkauft hatte und ich mich „verfrüht“ an die 6. Auflage setzen mußte-durfte, hat mich zeitlich ganz schön beansprucht. Vor allem weil es nicht „nur“ ums Aktualisieren der vielen neu gewonnenen Erkenntnisse ging, sondern sich auch ganz neue Themen in den Vordergrund gestellt hatten. „Corona“ gab es 2020 bei Erscheinen der 5. Auflage (bzw. dem Schreiben dafür) noch nicht, auch bekam das Thema Mikrobiom erst in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit wie derzeit. Ich bin von neuen Erkenntnissen so fasziniert wie vom tradierten Wissen unserer Vorfahren und bin dankbar, dass auch „alte, sogenannte vergessene Heilpflanzen immer wieder ins Rampenlicht gerückt werden. All dies und mehr fand Eingang in die 6. Auflage, und wie schon in der 5. Auflage hatte auch diesmal Michaela Girsch einiges darin übernommen. Die 6. Auflage zu erstellen hat mich wie immer herausgefordert und begeistert zugleich. Und obwohl ich mich redlich bemüht hatte, einiges zu kürzen oder ganz zu streichen sind es dennoch ca. 70 Seiten mehr geworden, insgesamt 1076 Seiten. Allen die fachlich „am Ball bleiben“ möchten kann ich diese neue Auflage nur ans Herz legen, in Deutschland und anderswo: Das Lehrbuch ist in der Schweiz Grundlage für die Ausbildung zum Naturheilpraktiker mit eidgenössischem Diplom und wird auch in Österreich in der Weiterbildung von Pflegeberufen verwendet (wie im Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe Tirol Kliniken, azw Innsbruck).

Neu in der 6. Auflage: Ein supergutes Heilpflanzen-Verzeichnis mitsamt Indikationen für den schnellen Überblick, natürlich neue Pflanzenportraits und eine Fülle aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und angepasster Rezepturen –die reichhaltigen Inputs aus den vielen Kongressen, Fortbildungen und Fachzeitschriften sind dort eingekehrt. Sodann Mind-Maps zu den wichtigsten Pflanzen mit Indikationen und neue Themen wie Darmmikrobiom, (Post)Covid und Resilienz.

Unsere besten Heilpflanzenrezepte

Sanfte Naturheilkunde bei Alltagsbeschwerden. Ursel Bühring, Michaela Girsch
122 bewährte Rezepte. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 2023

Seit Ende Oktober 2023 ist es da, von Michaela Girsch und mir zusammen mit Herzblut, Leidenschaft, Spaß, Kenntnis und Erfahrung verfasst. So wird es beschrieben: „In diesem einzigartigen Rezeptbuch finden Sie 122 richtig gute Rezepturen aus der Schatztruhe jahrzehntelanger Heilpflanzenerfahrung von den renommierten Heilpflanzen-Expertinnen Ursel Bühring und Michaela Girsch. Es sind vielfach erprobte und bewährte Rezepte für die ganze Familie zum Gesundbleiben und Gesundwerden: Für Bauch, Immunsystem, Haut und Seele, für Herz, Schmerz, Kreislauf, Jung und Alt, Frau und Mann. Ein Buch ohne komplizierte Theorie, zum sofort Anwenden, rundum gespickt mit persönlichen Empfehlungen und Tipps der Autorinnen“.

144 S., 83 Farbfotos, Klappenbroschur. ISBN 978-3-8001-0341-6. € 20,00.

Seminare/Vorträge 2024

Bitte beachten: Anmeldungen / Infos zu den Seminaren bitte jeweils vom Veranstalter einholen – so muss ich mich darum nicht mehr kümmern, wie schön! Über den link werdet ihr direkt mit der ausführlichen Ausschreibung auf meiner Homepage verbunden.

1. Februar 2024 Vortrag Essen ist Gesundheit, die schmeckt – und Medizin auf dem Teller

Mittwoch-Donnerstag, 8.-9. Mai 2024 Seminar St. Ulrich-Gartenapotheke: Wie Pflanzen (m)ein Leben begleiten

Sonntag, 7. Juli 2024 Vortrag „Heilkraft aus dem Garten“ auf dem 7. Badischer Kräutertag, Schwarzwaldhalle in St. Märgen

Freitag-Sonntag 12.-14. Juli 24 Seminar „Heilpflanzen vor Ort mit ´Wilder Kräuterküche´

Kurz und knapp: Heilpflanzen-Infos 2024

Das war eine Überraschung für den „Naturarzt“ und mich: regelmäßig überlegen wir gemeinsam, welche Pflanzen ich im Neuen Jahr wieder portraitieren sollte, und diesmal wählten wir, ohne dass sie schon bekannt waren, lauter …“Pflanzen des Jahres 2024“: es lohnt sich also auch deshalb, die Zeitschrift „Naturarzt“ zu bestellen. Die Blutwurz schrieb ich 2023, sie wird Anfang 2024 erscheinen, Holunder und Rote Bete hatten wir vorab gewählt gehabt für 2024 - und lagen damit goldrichtig. Das macht Freude!

  • Arzneipflanze des Jahres 2024: Blutwurz (Potentilla erecta)
  • Heilpflanze des Jahres 2024: Holunder (Sambucus nigra)
  • Gemüse des Jahres 2024: Rote Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris)

Mein Pflanzenportrait: Kalmegh/Andrograhiphis Andrographis paniculata

Dass ich für „Bitter“ einstehe wissen die meisten von euch: heute stelle ich den King of Bitters vor. Denn wenn Eine-r eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Als ich Jahresanfang 2023 meinen Sohn 6 Wochen lang in Thailand besuchte, begegnete mir dort allüberall der Kalmegh: in Botanischen- und in Haus-Gärten, angepflanzt, wild – oder als Präparate in quasi „jedem Laden“. Wofür-wogegen? Auf den Packungen steht unübersehbar auf Englisch „for fever“ (bei Fieber), den thailändischen Text übersetzt freundlicherweise die Übersetzungs-App.

2021, mitten in der „Coronazeit“, las ich in der Zeitschrift für Phytotherapie (2021; 42(03): 117-118: DOI: 10.1055/a-1406-4153) einen Bericht über sie: in Thailand, wo die Phytotherapie im Bewusstsein der Bevölkerung teilweise noch stark verankert ist, empfahl man während der Corona-Pandemie das bewährte bittere Phytotherapeutikum Kalmegh (Andrographis paniculata): 3 x tägl. 60 mg ethanolischer Extrakt, innerhalb der ersten 72 Stunden nach Auftreten von Symptomen einzunehmen. Es wurde zu Beginn der Coronazeit in Thailand zugelassen zur Behandlung von Frühsymptomen und um die Schwere der Covid-19-Erkrankung zu reduzieren. „Immerhin“, schreibt Prof. Dr. Dr. Bernhard Uehleke in seinem Editorial der Zeitschrift für Phytotherapie 2021, „zeigen Kalmegh und die Wirkstoffgruppe der Andrographoide eine Hemmung der Vermehrung von SARS-CoV-2 auch in einem Modell mit humanen Lungenzellen“.  

Andrographis paniculata ist in Indien und Sri Lanka zuhause, hat sich aber als Neophyt weit verbreitet über den tropischen Teil Asiens und gedeiht heute in Thailand, Indochina, Malaysia, China, den Tropen Mittelamerikas, in Mauritius und der Südkaribik. Kalmegh, wie man die Pflanze auch nennt, wird in Thailand vielfach angebaut und hält mittlerweile Einzug in die westliche Medizin. In der Ayurveda-, Thai- und chinesischen Medizin wird der entzündungshemmende, fiebersenkende, schmerzlindernde, antivirale und antioxidative Kalmegh traditionell verwendet als fester Bestandteil der Hausapotheke, sehr behutsam dosiert. Vorrangig bei Atemwegsinfektionen, Grippe und grippalen Effekten mit Fieber, Husten, Kopfschmerzen und Halsschmerzen und zur Immunsystemstärkung: in Indien nennt man Kalmegh die „indische Echinacea“.

Die kleine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Akanthusgewächse, Acanthaceae, ist vor der Blüte unscheinbar. 30-100 cm hoch, verzweigt, aufrecht mit vierkantigen kahlen Stängeln, die im oberen Teil zweiseits geflügelt sind. Daran ein lanzettlich-eiförmig zugespitztes Blatt neben dem anderen, gegenständig und kurz gestielt, mit gewelltem Rand, unterseits blass. Gut zu erkennen ist Andrographis erst, wenn sie gegen Ende des Jahres blüht: brav aufgereiht sitzen die weißen länglichen Blütchen mit ihren rosa-purpur Flecken auf der dreilappigen Oberlippe an den Stängeln. Die sehr schmale Unterlippe ist zweilappig. 2 seitlich zartbehaarte Staubblätter stehen etwas vor und sind mit dem im unteren Teil ebenso behaarten, langen, schlanken Griffel zusammengewachsen - das schenkt der Blüte etwas luftleichtes, gauklerisch-verwegenes, fast feengleiches. Die längliche Kapselfrucht beherbergt orange-gelbe Samen.

  

Inhaltsstoffe: bittere Diterpenlactone (Andrographolid als wichtigster Inhaltsstoff), Sesqiterpene (Panicolide), Flavonoide. Medizinisch verwendet werden nach dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 10) die oberirdischen Teile des blühenden Krauts von Andrographis paniculata, vor allem die Blätter des getrockneten Krauts, ganz oder zerkleinert.

Alle Teile sind ausgesprochen bitter - kein Wunder, wird Kalmegh gilt als König der bitteren Pflanzen: King of Bitters. Wer so heißt, muss verdauungsanregende und tonisierend-kräftigende Eigenschaften besitzen und Verdauungsbeschwerden lindern - das tut sie, schon in sehr geringer Dosierung. Heutzutage weiß man vom großen Potential der Bitterstoffe auf viel mehr als den Verdauungskanal mitsamt dem Mikrobiom: Bitterstoffrezeptoren befinden sich auch in der Haut, im Gehirn, Herz, Bronchialsystem, in der Blase und in den Spermien. Kein Wunder wurden und werden bis heute aus Bitterpflanzen „Allheilmittel“ zubereitet, Tonika für „ad longam vitam“: ein langes Leben bei guter Gesundheit. Verordnet bei Müdigkeit oder Erschöpfung, zur Anregung der Abwehrkräfte, bei Erkältungen, Grippe und bei Fieber, in der Geriatrie und mit seiner antidepressiven Wirkung auch zur Stimmungsaufhellung (wie Wermut zur Symptomlinderung bei entzündlichen Darmerkrankungen, steht im Lehrbuch). Aufgrund ihrer immunsystem-stärkenden Wirkung und der positiven Effekte auf den menschlichen Darm gewinnt Andrographis nun auch in unseren Breiten immer mehr an Bedeutung.

Jüngere wissenschaftliche Studien zu Andrographis belegen antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften sowie positive Effekte bei der Therapie von Erkältungskrankheiten. Zudem gibt es positive Studiendaten zur Wirkung bei Covid 19. In einem Modell mit humanen Lungenzellen zeigte Kalmegh und die Wirkstoffgruppe der Andrographoide eine Hemmung der Vermehrung von SARS-CoV-2. Innerhalb weniger Monate entwickelte man in Thailand zu Beginn der Covid-Zeit ein bereits eingeführtes Phytotherapeutikum für die Initialbehandlung von Covid-19 mit ausgeprägt breiter und SARS-2-spezifischer antiviraler Aktivität. In Untersuchungen zeigte sich dabei eine „dem Placebo überlegene Wirksamkeit mit ausreichender klinischer Evidenz zur Symptomlinderung bei Atemwegsinfektionen“ (Prof. Uehleke).

Aufgrund ihrer antibakteriellen (u.a. gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa,), antiviralen und pilzhemmenden Eigenschaften dient sie zur Linderung bei (Reise)Durchfall und zur unterstützenden Behandlung bei Dengue-Fieber. Kalmegh wird weiter untersucht auf u.a. adaptogene Eigenschaften und antikarzinogene Effekte.

Darreichungsform: Tee, Tinktur, Kps. Aufgrund ihres sehr bitteren Geschmacks gern als Kapseln verordnet.

Nebenwirkungen: In korrekter Zubereitung, Anwendungsdauer und Dosierung nebenwirkungsfrei. Bei Überdosierung allergische (Haut-)Reaktionen möglich, selten auch Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerz. Gegenanzeigen: Schwangerschaft, Stillzeit und bekannte Allergie gegen Pflanzen der Familie Acanthaceae. Hinweise: Auf gute Qualität achten: Kalmegh als Nahrungsergänzung könnte durch Schwermetalle verunreinigt sein.

  Nun wünsche ich viel Freude mit der Heilkraft der Pflanzen und gute Gesundheit, habt ein reich erfülltes Jahr, Eure Ursel Bühring

Tipp: Eine meiner „Ehemaligen“ Heilpflanzen“SchülerInnen“, Jutta Wendland-Hüsing/Heilpflanzenschule Rosenheim, veranstaltet in Bad Aibling vom 14. - 16.06.2024 ihren Heilpflanzenkongress, auf den ich euch hiermit gerne aufmerksam mache. Heilpflanzenkongress 2024 | heilpflanzenschule (heilpflanzenschule-rosenheim.de)

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