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2015 Frühjahrs-Kurz-Newsletter

Liebe Heilpflanzen-Interessierte

Lichtmess ist vorüber, die Sonne gewinnt an Kraft und die Tage werden spürbar heller. Bei uns im Freiburger Raum blühen schon die Schneeglöckchen, und allseits weht ein Hauch von Neubeginn. Es kommt, das Frühjahr!
Der heutige Newsletter ist kurz, bestückt mit wenigen Infos:

  1. Zusätzliche Kurse für 2015
  2. Bücherbestellung über meine Homepage
  3. Meine PhytoApp
  4. Zwiebel: eine Fülle an Rezepturen von der Heilpflanze des Jahres 2015

1: Neue, zusätzliche Kurse für 2015 (Ausschreibungen dazu auf der Homepage)

Oberrieder Heilkräuterschulung
24. - 25. April 2015, Beginn der Schulung in Oberried, freitags 17-20 Uhr und samstags 10-17 Uhr - mit Ursel Bühring, Michaela Girsch, Andrea Tellmann

Die Heilkraft weihnachtlicher Gewürze
5. November 2015, 19.00 Uhr, Vortrag in Feldkirch/Österreich

Heilpflanzen bei Erkältung
18. November 2015, 19 Uhr, Vortrag in der VHS Lörrach

2: Bücherbestellung über meine Homepage
Wer eines meiner Bücher über meine Homepage bestellen möchte, bekommt dieses
wie bei anderen Online-Händlern versandkostenfrei, ab einem Betrag über 20,-€

  • Es geht ganz einfach (via Buchladen - Bestellungslink) und sicher, weil die Bücher direkt vom Verlag versandt werden.
  • Zudem bekomme ich als Autorin Prozente dafür, das freut mich natürlich!

3: Meine PhytoApp (www.phytoapp.de) über Heilpflanzen und deren Anwendung
Ich möchte hiermit endlich einmal all den vielen Bestellern für das positive Feedback, für konstruktive Kritik und weiterführende Ideen zu meiner Heilpflanzen-App danken! Danke  – gerne weiter so! Es freut uns, dass…

  • ... man mit der PhytoApp in verschiedensten Institutionen so gut Heilpflanzen lernen und sich auf Prüfungen vorbereiten kann
  • ... neben der übersichtlichen Struktur mitsamt ihren Querverweisen (Indikationen - Wirkstoffe - Wirkweisen) auch die Quizfragen so gut ankommen
  • ... die Anwendung auf dem Tablet/PC so viele Anhänger finden. Ganz eindeutig: auf einem größeren Monitor macht es mehr Freude!

4: Zwiebel: eine Fülle an Rezepturen von der Heilpflanze des Jahres 2015

Hier eine Fülle an Rezepturen für die Heilpflanze des Jahres 2015, die Gemüsezwiebel. Es hat sie jeder im Garten oder zumindest in der Küche. Eine geniale Küchenmedizin, kostbar aber kostenlos, um Winterbeschwerden und vieles mehr zu vertreiben.
Was ich so gut bei der Zwiebel gut finde: mit wenig Aufwand und geringen Kosten hat man jederzeit ein Haus- und Heilmittel aus der Küchenapotheke zur Verfügung, auch wenn man abends, nachts oder am Wochenende erkrankt. Man kann die Rezepturen zu Tag- und Nachtzeiten herstellen, weil man außer der Zwiebel (fast) nichts dazu braucht. Hier eine Fülle an Rezepturen aus der Küchenapotheke, ganz praxisnah - damit wir alle gesund bleiben.

Wirkungen in Kürze
Vor allem bei Erkältungen ist die antivirale, entzündungshemmende, Vitamin-C-reiche Zwiebel heilkräftig: sie wirkt entzündungshemmend, lässt Nasen- und Rachenschleimhäute abschwellen, lindert und löst Husten. Sie wirkt krampflösend bei Asthma und ist ein ausgezeichnetes Vorbeugungsmittel gegen Grippe, Schnupfen, Halsentzündungen und Husten. Die Therapie heißt: essen – und genießen.

Zwiebeln sind aber auch ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen - der „Mensch ist so jung wie seine Gefäße“. Sie senkt das Risiko von Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall, senkt den Cholesterinspiegel und den Blutdruck, schützt vor Ablagerungen in den Gefäßen, verzögert das Aneinanderhaften der Blutplättchen und beschleunigt die Auflösung von Blutgerinnseln. Laut einer finnischen Studie soll der tägliche Verzehr von 1 Apfel und 5 g Zwiebeln das Risiko von Herzkrankheiten signifikant reduzieren: guten Appetit!
Zusätzlich beugt sie Krebs und allergischen Reaktionen vor. Vor allem der gelbe Farbstoff Quercetin ist so gesund: Quercetin stabilisiert die Mastzellen, die bei allergischen Reaktionen Histamin ausschütten - und hilft somit, die Histamin-Freisetzung zu unterdrücken.
Und nicht zuletzt fördert sie wie jedes Küchengewürz die Verdauung, regt die Sekretion von Magen- und Gallensaft an und steigert den Appetit.
Äußerlich angewendet wirkt der rohe Zwiebelsaft wundheilungsfördernd, keimwidrig, entzündungshemmend und abschwellend, unterstützt eine gute Narbenheilung und lindert Insektenstiche und Urtikaria (Nesselsucht).
Tagesdosis: Einfach essen: zur Vorbeugung und zur Therapie täglich eine halbe rohe Zwiebel, oder Zwiebelfrischpresssaft von 50 g frischen Zwiebeln.

Rezepte in Fülle

Anti-Erkältungs-Zwiebeltee
Früher tranken vor allem Fuhrleute diesen Tee, damit sie von Erkältungen verschont blieben. Er wirkt auch heute: Zwiebel-Fencheltee Tee wehrt in der nassen und kalten Jahreszeit die Erkältung ab. Das Gute: er schmeckt richtig gut!

  • 2 große Zwiebeln in Scheiben schneiden und in ½ l Wasser 15 Minuten kochen. Inzwischen 2 Tassen Fencheltee aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. Den Fenchel- mit dem Zwiebeltee mischen, abgießen, mit Honig abschmecken und etwas Zitronensaft beifügen. In eine Thermosflasche füllen und tagsüber trinken.

Asthmatropfen
In der Volksmedizin setzt man den antibakteriellen Zwiebelsaft erfolgreich gegen Husten, Bronchitis und Asthma ein. Die antiasthmatische Komponente wurde erst neu erforscht: Bei der Studie, bei der Asthmatiker 2 × tägl. je 100 g Zwiebelpresssaft einnahmen, verminderte sich die allergisch bedingte Verkrampfung der Bronchien deutlich. Auch bei Kindern wurde diese Eigenschaft nachgewiesen. Laut Asthma-Studie sollen Asthmatiker 2 × tägl. 100 g Zwiebelpresssaft einnehmen (Kurweise).

  • Zwiebelfrischsaft: Frische Zwiebeln zerkleinern, anschließend durch ein Tüchlein auspressen; geht schnell und einfach.
  • Zwiebeltinktur: 2 klein gehackte Zwiebeln mit 50 ml 40%igem Alkohol bedecken, 3 Std. zugedeckt stehen lassen, anschließend abfiltrieren. 3–4 × tägl. 2 TL einnehmen (Kinder entsprechend weniger. Der als Lösungsmittel dienende Rest- Alkohol (ca. 20 %) verbleibt teilweise in den Zwiebeln).

Frische Zwiebel äußerlich
In der Volksheilkunde ist es schon lange bekannt, dass Zwiebelextrakt, Zwiebelfrischsaft oder das mehrmalige Bestreichen mit einer Zwiebelhälfte die Wund- und Narbenheilung unterstützt. Das macht sie mit ihren antiproliferativen (übermäßiges Wachstum hemmenden), keimwidrigen und regenerationsfördernden Eigenschaften.

  • Insektenstiche: Frische Zwiebelscheiben auflegen oder Zwiebelfrischpresssaft auftragen (frische Zwiebeln zerkleinern, anschließend auspressen).
  • Abszess, Furunkel, Frostbeulen: Zwiebelextrakt, Zwiebelfrischsaft oder häufiges Bestreichen mit einer Zwiebelhälfte.
  • Erfrierungen: Frostbeulen mit einer Zwiebelhälfte einreiben (Volksheilkunde).
  • Hühneraugen: Zwiebelscheiben, mit Zitronensaft und Kochsalz beträufelt auflegen.
  • Haarausfall: lt. Studie zeigt der Saft frischer Zwiebeln bei (kreisförmigem) Haarausfall signifikant gute Resultate für ein erneutes Haarwachstum: frisch ausgepressten Zwiebelsaft 2 Monate lang 2 x täglich auf die betroffenen Hautareale auftragen.
  • Unterstützung einer guten Narbenbildung: wenige Tage nach Wundverschluss mit der Nachbehandlung beginnen: Zwiebelextrakt, Zwiebelfrischsaft oder mehrmaliges Bestreichen mit einer halben, frisch aufgeschnittenen Zwiebel. Es gibt sogar ein Fertigpräparat mit Zwiebelextrakten: Contractubex Gel.

Husten-Zwiebelsirup
Löst bei Bronchialerkrankungen hervorragend den Schleim. Täglich neu zubereiten – nicht aufheben!

  • Zwiebelsirup: 1 klein geschnittene Zwiebel mit 1 Tasse Wasser langsam aufkochen, etwas abkühlen lassen und 2 EL Honig zugeben. Nach ½ Std. abgießen und über den Tag verteilt mehrere TL davon einnehmen.
  • Zwiebelhonig: 1 Zwiebel hacken, mit der gleichen Menge Honig vermengen und ziehen lassen. Den sich bald bildenden Sirup TL-weise einnehmen.

Inhalieren mit Zwiebeltee
Zwiebeltee – ja warum denn nicht? Der Schweizer Naturarzt Dr. Alfred Vogel empfahl schon bei Fließschnupfen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel, die einfach in heißes Wasser gelegt wird. Die Zwiebel bringt zum Fließen, in jeder Form. Deshalb: trinken Sie den „Tee“ schluckweise, und inhalieren Sie zuvor die Zwiebeldämpfe: Erkältung ade!
Übrigens: das Gleiche gilt auch für die heiße Hühnerbrühe mit Zwiebel: zuerst inhalieren, danach genießen. Das ist doppeltes Vergnügen!

  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt mit 1 l Wasser kurz aufkochen und den Dampf inhalieren - jeweils nur kurz und dafür öfter inhalieren, damit der Dampf nicht die Schleimhäute reizt.

Ohrweh-Packung mit Zwiebeln
Kinder leiden häufig unter Ohrenweh, besonders im Rahmen einer Erkältung / Schnupfen.
Warme (!) Zwiebelsäckchen sind besonders gut bei Säuglingsschnupfen, damit es nicht zu Ohrenschmerzen kommt.

  • Eine ganze Zwiebel in grobe Scheiben schneiden und in ein Küchenpapier einwickeln. Dieses Päckchen über Wasserdampf oder zwischen 2 Wärmflaschen erwärmen (damit die Wärmflaschen den Zwiebelgeruch nicht annehmen, das Zwiebelpäckchen zum Erwärmen in eine kleine Plastiktüte stecken). Danach auf das Zwiebelpäckchen drücken, sodass der Zwiebelsaft frei wird, das Päckchen aus der Tüte nehmen, auf das schmerzende Ohr legen und mit Stirnband, Mütze oder Schal befestigen. Wichtig ist, dass das Gebiet hinter dem Ohr, die Reflexzone zum Nasen-Rachen-Raum, auch von der Zwiebelkompresse bedeckt wird. Die Schleimhäute schwellen ab, die Schmerzen lassen nach und der Druck im Ohr ebenfalls. Die Kompresse wird belassen, solange es angenehm ist.

Schnupfensäckchen
In Frankreich haben früher Mütter ihrem Baby ein Zwiebelsäckchen über die Wiege ihres erkälteten Kindes gehängt, um ihrem schnupfenkranken Kind das Atmen zu erleichtern.

  • Kleingeschnittene Zwiebeln in ein Söckchen oder Stofftaschentuch füllen und über dem Bettchen aufhängen. Das hält die Nase frei, die Nasenschleimhäute schwellen ab, die Entzündung klingt ab und der Schnupfen kann abfließen. Der Säugling kann wieder durchatmen - und weil die Nase frei ist, auch wieder problemlos trinken.

Zwiebeln essen und jung bleiben
Der Mensch ist so jung wie seine Gefäße, heißt ein bekannter Spruch. Zwar hat Knoblauch auf altersbedingte Gefäßerkrankungen eine wesentlich stärkere Wirkung als die Zwiebel, er bereitet aber größere Geruchsprobleme. Zwiebel senkt wie dieser den Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte und wird ganz öffentlich empfohlen „zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen“. Guten Appetit!

  • Tagesdosis: 50 g frische oder 20 g getrocknete Zwiebeln pro Tag.

Zwiebelsöckchen
Der Kopf tut weh, und Zwiebeln an den Füßen sollen helfen? Ja: Ein Zwiebelpäckchen auf der Fußsohle löst über die Reflexzonen am Fuß entzündliche Prozesse und gestaute Energie im Kopfbereich, gerade bei beginnender Erkältung und Kopfschmerzen.

  • 1 Zwiebel kleinschneiden, in ein fußgroßes Päckchen packen und überm Wasserdampf erwärmen. Dann auf die Fußsohle legen. Baumwollsocken drüber (die kann man gut waschen) und darüber dicke Wollsocken.

 

Für das nahende Frühjahr wünsche ich viel Energie und Lust, das Gedeihen der grünen Welt zu beobachten.

Mit herzlichen Grüßen, Ursel Bühring

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